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KURZE ANMERKUNGEN ÜBER DIE GESCHICHTE BARLETTA
Nachrichten einer Ortschaft mit der Namen Barduli hat man schon in römischen Zeiten, aber einige Auffindungen aus dem IV Jahrhundert v. Chr. weisen auf einen vorherigen Ort.
Von 584 bis 590, während der langobardischen Invasionen, bevölkerte sich der Ort plötzlich dank der Flüchtlingen aus der wichtigen Stadt Canosa, deren Barletta ein ausgelagertes Hafenzentrum war. Die militärische und wirtschaftliche Bedeutung wurde mit den Normanen erreicht, mit der herrührenden Erweiterung, auch dank dem Zulauf der Einwohner aus Canne (für die Schlacht zwischen den Römern und den vom berühmten Hannibal geführten Karthagern), endgültig 1083 von Robert der Guiscardo zerstört.
Barletta wurde einen wichtigen Rastplatz der Kreuzritter und des Verkehrs nach dem Heiligen Land; 1200 gewährte dem aus Jerusalem entflohenen Patriarch Rondolfo Gastfreundschaft.
Vor seinem Abmarsch zum Kreuzzug, 1228, versammelte der Kaiser Friedrich II das Baronenparlament.
1310 wurde Staatstadt. Mit den Anjou, im XIV und im XV Jahrhundert, erlebte Barletta ihren Höhepunkt dank der Handel mit Osten und dem Bau einer starken Handelsflotte.
Am 4 Februar 1459 wurde Ferdinand I Aragon in der Kathedrale gekrönt. In der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, am 13 Februar 1503, während der Kriege zwischen Franzosen und Spanier, fand die berühmte Herausforderung zwischen 13 italienische von Ettore Fieramosca geführte Ritter (im Dienste der Spanier) und 13 von Feldherr Guy de La Motte geführte Franzose statt, die mit dem Sieg der Italiener endete.
In den folgenden Jahrhunderten erlitt die Stadt Erdbeben und Pestilenzen und erholte sich nur in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts. Während der zwei Weltkriege wurde der Wert der Stadt mit 11 Goldmedaillen und 215 Silbermedaillen gewürdigt. Ihre größte Entwicklung begann in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts und brachte die Stadt zu einem der Hauptzentren der Textil- und Schuhindustrie unserer nationalen Realität.
BERÜHMTE GESTALTEN DER STADT
Oberst Francesco Grasso (Held in dem Großen Krieg);
Carlo Cafiero (1846-1892), Patriot, Anhänger des Anarchisten Bakunin;
Giuseppe Curci (1808-1877), Musiker und Komponist;
Giuseppe De Nittis (1846-1884), begabter impressionistischer Maler;
Michele Genovese (1907-1980), mit Künstlernamen Piripicchio, den „italienischen Charlie Chaplin“ genannt.
Carlo Maria Giulini, Dirigent wichtiger und berühmter Orchester;
Pietro Mennea, 17 Jahre lang Weltrekordhalter in 200m und olympische Goldmedaille in Moskau 1980.
BARLETTAS HERAUSFORDERUNG
Der Name der Stadt ist mit der Erinnerung der berühmten Herausforderung verbunden. Die Geschichte ist bekannt: der franzosische Feldherr La Motte, Gefangener der Spanier in einem der auf dem italienischem Gebiet von Frankreich und Spanien gekämpften Kriege, behauptete während eines Abendessens mit dem spanischen Feldherr Mendoza, dass die Italiener nicht gute Kämpfer waren. Ettore Fieramosca, Söldnerführer im Dienste Spanien, in der Ehre verletzt, forderte den Feldherr heraus, und am 13 Februar 1503 trat eine Schar 13 Italiener ebenso viel Franzosen auf einem Feld zwischen Andria und Corato entgegen; ein Franzose fiel, die andere ergaben sich mit den militärischen Ehren.
Jedes Jahr wird das Ereignis mit einer eindrucksvollen und bezaubernden Veranstaltung wieder wachgerufen. Vor einer großen Menge Touristen aus Italien und Frankreich werden die Momente des historischen Ereignisses wieder wachgerufen. Vom Reden des Kartells bis zur Einsetzung der Ritter, bis zum Ritterwettkampf zwischen glänzenden Helmen und Helmschmucken, Schabracken, Panzern und prunkvoller Kostümen.
DIE ARCHITEKTONISCHEN SEHENSWÜRDIGKEITEN
Die Altstadt von Barletta, im Seestadtviertel, mit den schönen Kirchen, den Gebäuden und den anderen Merkmalen, bewährt ein mittelalterliches Aussehen und scheint nicht, mit modernen Bauen verseucht.
Der Dom ist einer der bedeutendsten Beispiele des romanisch - apulischen Stils mit darauf folgenden gotischen Verlängerungen, besonders in der Apsis und in den Spannweiten: vor allem sind den Glockenturm und den Hauptaltar zu bewundern.
Eindrucksvoll das hohenstaufische Schloss, von Friedrich II auf einem vorherbestehenden normannischen Burg gebaut und nachher von Karl erweitert.
Die Stadt ist durch den so genannten Koloss Eraclio gekennzeichnet, einen der schönsten aus der alten Welt gekommenen Bronzenskulpturen.
Die ikonographische Identifizierung (man glaubt, dass er Valentiniano I oder Marciano darstellt) sowie die Herkunft sind unsicher.
Man glaubte in der Tat, dass er aus der nahen Orient, vielleicht aus Byzanz, kam, aber heute herrscht die Meinung vor, dass er aus der Stadt Canosa kommt, wo sich ähnliche nun verschwundene Bronzenkolosse erhoben.
Hinter dem Koloss Eraclio befinden sich die Arkaden der Kirche Santo Sepolcro (auch in romanisch-apulischem Stil), die reich an wertvollen byzantinischen Gemälden und heiligen Realitäten ist, unter denen es eine Reliquie des heiligen Kreuzes gibt.
Zu bewundern sind das verzierte Portal der Kirche Sant’Andrea mit Skulpturen von Simone aus Syrakus (XII Jh), und der Palazzo della Marra mit einem prächtigen Tor und prunkvollen Balkon: das ist ein herrliches Exemplar von Mischung von Epochen und Stilen, vom romanischen bis barockem.
Bemerkenswert ist das Museo Civico, wo man die größte Sammlung der Gemälden von Giuseppe de Nittis bewundern kann, wichtigen in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts lebenden Maler, der einen so großen Erfolg in Paris hatte, dass er mit 32 mit der Ehrenlegion ausgezeichnet wurde. De Nittis war ein angesehener Vertreter des Impressionismus. Er vertrautete besonders den eleganten Porträten und den schönen und bezaubernden Landschaften seinen Ruhm an.
Bemerkenswert ist die im Museo Civico erhaltene Büste von Friedrich II. Die Skulptur scheint das Werk eines jenseits der Alpen Künstlers wegen des dem Porträt eingeprägten gotischen Geistes zu sein. Im selben Ort kann man auch die Versammlungen von Miniaturen und etruskischen Golden der Cafiero Stiftung und eine interessante Sammlung von großgriechischen Keramiken bewundern.
12 Km weit von Barletta, zwischen dem Land und den Biegungen des Flusses Ofanto, auf dem linken Ufer, befindet sich Canne della Battaglia, wo das epische Gefecht zwischen der Karthagern von Hannibal und den Römern, die in der tragischen Schlacht auf dem Feld mehr als 50000 Gefallenen zurück ließen, statt fand.
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